Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat unserer Gemeinde: ab 2007

Sprecher: Helmut Rieping   Meinhard
   
Hauptamtlich: Mario Kawollek Dechant Eschwege
  Theresa Borys Gemeindereferentin Eschwege
 

Ilse Gathmann

Pfarrsekretärin Eschwege
       
Vertreter Verwaltungsrat: Heribert Meixner   Eschwege
       
Mitglieder: Rainer Baier   Eschwege
  Claudia Baier   Eschwege
  Michaela Funk   Eschwege
  Edith Greß   Eschwege
  Christa Gries   Eschwege
  Uwe Hoffmann   Eschwege
  Karl Menge   Oberdünzebach
  Teresa Murawska   Eschwege
  Jeanett Persch   Eschwege
       
       
       

**********

       
AUF DEM WEG DURCH DIE ZEIT...

Heutzutage, wo unsere 2000 Jahre alte, oft als konservativ und unbrauchbar kritisierte Kirche durch die bewegenden Ereignisse der letzten Monate wieder ins Rampenlicht der Öffentlichkeit und der Medien gerückt ist, stellt man sich oft die Frage: Was ist eigentlich „Kirche“?

Welche Funktion hat sie noch zu erfüllen in einem modernen, aufgeklärten Zeitalter?  Welche Antwort würden Sie geben, wenn Sie jemand auf der Straße plötzlich nach der Definition von Kirche fragen würde?

Ist Kirche ein schön anzuschauendes sakrales Gebäude, wo Christen ihre Gottesdienste hierzulande mit immerzu schwindender Besucherzahl feiern?
Oder ist Kirche eine große Institution mit einer strikt aufgebauten Hierarchie, in der ein unfehlbarer Papst im fernen Vatikan das Sagen hat? 

   

Für mich ist die Kirche das Volk Gottes, eine Gemeinschaft der getauften Gläubigen „auf dem Weg durch die Zeit“ mit dem wichtigen Sendungsauftrag Christi, Seine Frohe Botschaft von einem liebenden Gott an alle Menschen zu verkünden. Eine universale Kirche, die aus unzähligen lebendigen Zellen besteht – den Pfarrgemeinden -  wo konkrete Menschen, wie Sie und ich, sich um den Tisch des Herren in der Eucharistiefeier versammeln und aus dieser Mitte heraus die Kraft und Freude schöpfen, den gemeinsamen Glaubensweg zu gehen.
 

Nach dem II Vatikanischen Konzil gibt die Amtskirche den Laien einen größeren Raum, das Leben der Pfarrgemeinden aktiv zu gestalten. So entstanden Pfarrgemeinderäte, die in jeder Pfarrgemeinde für eine Wahlperiode von 4 Jahren von Pfarrgemeinde-Mitgliedern gewählt werden. Es ist noch nicht allen ganz bewusst geworden, wie wichtig die Rolle des Pfarrgemeinderates als Initiator, Moderator und Animator der vielfältigen Dienste in jeder lebendigen christlichen Gemeinde ist. Der PGR ist ein Leitungs- und Beratungs-Gremium, das seine Hand am Puls des Gemeindelebens hält und für die ganzheitliche Entwicklung der Gemeinde zusammen mit dem Pfarrer die Verantwortung trägt.

 

 

Die Aufgaben des PGR in Kürze:

 Ø     Den Pfarrer in seinem Amt zu unterstützen

Ø     Die Pfarrgemeinde betreffenden Fragen
  zusammen mit dem Pfarrer zu erörtern

Ø     Die Gemeinschaft der Gläubigen zu fördern

Ø     Das Leben der Pfarrgemeinde anzuregen

Ø     Die Anliegen der Katholiken in der
  Öffentlichkeit  zu vertreten

 

Zu den wichtigsten Schwerpunkten des PGR - Programms gehören:

 ®   LITURGIE - Anregungen und Impulse für die Gestaltung der Gottesdienste mit lebendiger Teilnahme der ganzen Gemeinde, vor allem der Kinder und Jugendlichen.


®   Die Eucharistie am Sonntag ist ein Höhepunkt des Gemeindelebens, wo Christus uns alle zusammen ruft, um in unserer Mitte gegenwärtig zu werden, sich uns zu schenken, uns im Glauben zu bestärken und in Seiner Liebe zu vereinen. Ohne Eucharistiefeier wäre die Kirche keine Kirche – das sollte uns besonders in diesem Jahr 2005 - von Johannes Paul II zum Eucharistischen Jahr erklärt - noch bewusster werden als sonst und uns dazu bewegen, den persönlichen Bezug zur Eucharistie zu vertiefen, um sie nicht als lästige Sonntagspflicht zu betrachten, sondern als das Geschenk eines liebenden Gottes, der sich nach unserer Liebe sehnt und auf uns wartet... Aus dieser Sehnsucht Gottes nach Gemeinschaft mit uns leben wir – vor IHM, mit IHM, aus IHM, auf IHN zu!

®   Angefangen vom 1. Adventsonntag bis zum Christkönig - Sonntag gibt es eine Vielfalt von Gottesdiensten, die ich persönlich auf keinen Fall missen will, weil sie mich auf besondere Weise durch  das ganze Kirchenjahr begleiten: Rorate - Messen im Advent, das Krippenspiel und die Christmette am Heiligabend, Kreuzweg- und Passions-Andachten in der Fastenzeit, bewegende und wunderschöne Karwoche- und Osterliturgie sowie jedes Jahr unvergessliche Erstkommunionfeiern, Maiandachten, Fronleichnam-Prozession, Erntedankfest-Gottesdienste und Rosenkranzandachten.

 ®   Es gibt viele Gruppen, die sich an der Gestaltung der Gottesdienste in unserer Gemeinde aktiv beteiligen: Messdiener, Lektoren, der Kirchenchor, die Kinderschola sowie die Flötengruppe und nicht zuletzt der Kindergarten. Es gibt seit Kurzem einen Liturgiekreis, der sich nach Bedarf trifft,   um die Mitgestaltung der Gottesdienste in verschiedener Form vorzubereiten (z.B. Weltgebetstag der Frauen, Vorbereitung der Andacht am Gründonnerstag, Mitgestaltung der Fronleichnams-Prozession sowie der Maiandacht).

 ®   Die Familiengottesdienste, in ihrer jetzigen Form und Regelmäßigkeit von Pfarrer Wenner eingeführt und mit viel Freude gefeiert, sind inzwischen ein fester Bestandteil unseres Pfarrgemeinde-Programms geworden, werden stets sehr gut besucht und sprechen immer mehr Leute an - vor allem Familien mit Kindern. Einmal im Monat werden sie vom Musikkreis unserer Gemeinde musikalisch begleitet.

 ®   Für viel Aufregung und heiße Diskussionen, am Anfang auch viel Skepsis in unserem PGR sorgte der Pastorale Prozess, der unter dem Motto „Um des Menschen Willen gemeinsam auf der Suche nach Gott“ vor zwei Jahren im Bistum Fulda initiiert wurde und dank der aktiven Mitwirkung von Geistlichen wie Laien (auch Delegierte aus unserem PGR waren auf der Dekanats-Ebene aktiv dabei) große Fortschritte gemacht hat.  Das erklärte Ziel ist die Erneuerung und Belebung der Kirchengemeinden auf drei Ebenen: der geistlichen, pastoralen und strukturellen. Es wurden neue Modelle von Pastoralverbünden erarbeitet, in denen mehrere Gemeinden künftig miteinander kooperieren und von Priestern sowie hauptamtlichen Mitarbeitern gemeinsam geleitet und seelsorgerisch betreut werden. Ausführliche Informationen zum neuesten Entwicklungsstand und die Vorstellung der 7 Gemeinden des Pastoralverbundes Werra-Meißner Süd-Ost, der ab dem 1. Advent 2006 wirksam wird, gab es in einem Sonderheft im Weihnachtsbrief 2004. Die Zusammenarbeit der Gemeinden verläuft zur Zeit gut und die Resonanz ist positiv, weshalb wir zuversichtlich in die Zukunft schauen und den Pastoralen Prozess nach eigenen Kräften unterstützen können. Von uns allen wird jetzt mehr Offenheit und Flexibilität verlangt, im Zuge derer wir umdenken, das Alte und Vertraute loslassen und neue Wege zu wagen, „damit unser Glaube lebendiger und unser Leben gläubiger wird.“ Es ist gut zu wissen, dass wir auf diesem Weg nicht allein sind!

 ®   Die Vorbereitungen der Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der St. Elisabeth-Gemeinde im Oktober 2005 laufen in zwei Arbeitskreisen auf Hochtouren: im Festausschuss und Festschriftausschuss – lassen Sie sich überraschen!

®   Kinderarbeit

o      Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten ist wichtig! Besonderheit: Einweihung des neuen Spielplatzes im Kindergarten im September 2004

o       Vorbereitung der Kommunionkinder unter Leitung von Fr. Borys und Pfr. Wenner mit aktiver Hilfe der Mütter

o       Messdiener-Gruppe

o       Flötengruppe und Kinderschola
 

®    Jugendarbeit

o       Als Messdiener und Lektoren, im Flötenkreis aktiv.

o       Jugendkreuzweg in der Fastenzeit von Jugendlichen mehrerer Pfarrgemeinden aus Wanfried, Eschwege und Abterode vorbereitet.

o       Vorbereitung der Jugendlichen zur Firmung, die am 11 Juli 2004 in der Apostelkirche von Weihbischof Kapp gespendet wurde.

o       Vorbereitungen zum Weltjugendtag im August 2005 in Köln unter dem Motto: „Wir sind gekommen, um ihn anzubeten“, verbunden mit dem Besuch von Jugendlichen aus Polen in unseren Eschweger Gemeinden.   Als Startsignal für die Vorbereitungen  wurde das Weltjugendtagskreuz von den Jugendlichen am 8. Juni 2004 aus Fulda nach Eschwege gebracht und nach dem feierlichen Gottesdienst vor der Marktkirche durch die Stadt getragen.

Das für die Jubiläums-Woche im Oktober 2005 geplante Elisabeth-Musical.

 

® Frauenarbeit (KFD - Treffen 1x Monat, Frauenfrühstück 1xWoche, Weltgebetstag der Frauen – in diesem Jahr war Polen das Thema, das von Frauen aller Eschweger Gemeinden mit der aktiven Teilnahme vieler polnischer Gemeindemitglieder sehr schön gestaltet worden ist.

®   Besuchsdienst vor allem von alten und kranken Menschen

Familienkreis mit dem Ziel junge Familien sowie Alleinerziehende mit Kindern in unsere Gemeinde zu integrieren, um ihnen Lebensraum und Halt zu bieten (befindet sich noch in der Gründungsphase).

 

Planung und Organisation der Gemeindefeste (Fronleichnam, Fasching, Frühschoppen) – ohne Engagement vieler fleißigen Helferinnen und Helfern wären diese Feste, an denen sich alle Gemeindemitglieder erfreuen und gern mitfeiern, nicht durchführbar.

® Besprechung der Pfarrgemeindebriefe, die zweimal im Jahr - zu Weihnachten und Ostern - erscheinen (Innovation: in diesem Jahr kommt der Pfarrbrief erst zu Pfingsten, um dieses wichtige, aber oft selbst von uns Christen in Vergessenheit geratene Fest zu bekräftigen).   

® Visitation von Weihbischof Johannes Kapp in der St. Elisabeth-Gemeinde im Juli 2004 (Treffen mit den PGR der Gemeinden St. Elisabeth und St. Antonius).   

® Das Jahr 2004 war Jahr des Hl. Bonifatius – anlässlich der 1250. Jahresfeier des Martyriums des   Hl. Bonifatius (Ökumenischer Vortrag über den Hl. Bonifatius im St. Elisabeth-Pfarrzentrum, ökumenischer Gottesdienst auf dem Heuberg, Dekanats-Wallfahrt mit dem Bus zum Bonifatiusfest nach Fulda am 6. Juni 204)

 
®   Ökumene wird in der St. Elisabeth-Gemeinde groß geschrieben:
 

o       Der ökumenische Einschulungsgottesdienst der FWS

o       Eine Fußwallfahrt von Eschwege auf den Hülfensberg mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst vor dem Dreifaltigkeits-Sonntag
 

o       Gemeinsame Vorträge, z.B. zum 1250. Todestag des Hl. Bonifatius

o       NEU! Ökumenische Gottesdienste am Pfingstmontag – im Jahr 2004 in der Apostelkirche auf dem Heuberg unter dem Motto: „Bonifatius – gemeinsames Erbe in Christus“ -> in diesem Jahr in der Marktkirche gefeiert.

®   Gemäß der alten Mönchsregel der Benediktiner „Ora et labora“ – was übersetzt heißt: „Bete und arbeite“ - nimmt sich unser PGR auch die Zeit, gemeinsam zu beten, um im Glauben zu wachsen, was unschätzbar wichtig ist. Das Geistliche Wort von Pfarrer Wenner am Anfang jeder Sitzung und das gemeinsame Gebet mit dem Segen zum Abschluss gehören zu den festen Punkten einer PGR - Sitzung.   In besonderer Erinnerung bleibt mir die gemeinsame Eucharistiefeier im Kreis des PGR im März 2004, wo wir die Eucharistie als Kraft- und Inspirationsquelle für aktive Arbeit in der Gemeinde erleben konnten.  Auch die Anbetungsstunden nach dem Abendmahl am Gründonnerstag, begleitet von meditativen Texten und Taizé - Gesängen - von PGR - Mitgliedern und dem Liturgiekreis gestaltet - waren für mich eine wunderbare Erfahrung der Gemeinschaft mit Christus gegenwärtig im Allerheiligsten  und den betenden Menschen.

 Es gibt eine ganze Palette von Bereichen, wo das Leben unserer Pfarrgemeinde geschieht und wächst – dank vieler einzelner Menschen, Frauen und Männer, Alt und Jung, die nicht scheuen, ihre Zeit und Fähigkeiten in unsere Pfarrgemeinde einzubringen, um der St. Elisabeth-Gemeinde ihr Herz, Gesicht und ihre Hände zu verleihen.

Euch allen gebührt unser Lob und unsere Dankbarkeit! Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass eine lebendige Kirche ein gemeinsames Anliegen aller sein sollte - was umgesetzt bedeutet, dass sich jeder von uns für die Pfarrgemeinde verantwortlich fühlen und sich an der Erfüllung ihrer Aufgaben beteiligen sollte.

Wir alle gemeinsam machen die Kirche aus - wir sind die Kirche!

 

 Teresa  Murawska  PGR-Schriftführerin

     


zurück