| AUF DEM WEG DURCH DIE ZEIT...
Heutzutage, wo
unsere 2000 Jahre alte, oft als konservativ und
unbrauchbar kritisierte Kirche durch die bewegenden
Ereignisse der letzten Monate wieder ins Rampenlicht
der Öffentlichkeit und der Medien gerückt ist,
stellt man sich oft die Frage: Was ist eigentlich
„Kirche“? |
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Welche
Funktion hat sie noch zu erfüllen in einem modernen,
aufgeklärten Zeitalter? Welche Antwort würden Sie
geben, wenn Sie jemand auf der Straße plötzlich nach der
Definition von Kirche fragen würde? |
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Ist
Kirche ein schön anzuschauendes sakrales Gebäude, wo
Christen ihre Gottesdienste hierzulande mit immerzu
schwindender Besucherzahl feiern?
Oder ist Kirche eine große Institution mit einer strikt
aufgebauten Hierarchie, in der ein unfehlbarer Papst im
fernen Vatikan das Sagen hat? |
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Für mich ist die Kirche das
Volk Gottes, eine Gemeinschaft der getauften Gläubigen „auf
dem Weg durch die Zeit“ mit dem wichtigen Sendungsauftrag
Christi, Seine Frohe Botschaft von einem liebenden Gott an
alle Menschen zu verkünden. Eine universale Kirche, die aus
unzähligen lebendigen Zellen besteht – den Pfarrgemeinden -
wo konkrete Menschen, wie Sie und ich, sich um den Tisch des
Herren in der Eucharistiefeier versammeln und aus dieser
Mitte heraus die Kraft und Freude schöpfen, den gemeinsamen
Glaubensweg zu gehen.
Nach dem II Vatikanischen
Konzil gibt die Amtskirche den Laien einen größeren Raum,
das Leben der Pfarrgemeinden aktiv zu gestalten. So
entstanden Pfarrgemeinderäte, die in jeder Pfarrgemeinde für
eine Wahlperiode von 4 Jahren von Pfarrgemeinde-Mitgliedern
gewählt werden. Es ist noch nicht allen ganz bewusst
geworden, wie wichtig die Rolle des Pfarrgemeinderates als
Initiator, Moderator und Animator der vielfältigen Dienste
in jeder lebendigen christlichen Gemeinde ist. Der PGR ist
ein Leitungs- und Beratungs-Gremium, das seine Hand am Puls
des Gemeindelebens hält und für die ganzheitliche
Entwicklung der Gemeinde zusammen mit dem Pfarrer die
Verantwortung trägt. |
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Die Aufgaben des
PGR in Kürze:
Ø
Den
Pfarrer in seinem Amt zu unterstützen
Ø
Die
Pfarrgemeinde betreffenden Fragen
zusammen mit dem Pfarrer zu erörtern
Ø
Die
Gemeinschaft der Gläubigen zu fördern
Ø
Das
Leben der Pfarrgemeinde anzuregen
Ø
Die
Anliegen der Katholiken in der
Öffentlichkeit zu vertreten
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Zu den
wichtigsten Schwerpunkten des PGR - Programms
gehören:
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LITURGIE
- Anregungen und Impulse für die Gestaltung der
Gottesdienste mit lebendiger Teilnahme der ganzen
Gemeinde, vor allem der Kinder und Jugendlichen.
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Die
Eucharistie am Sonntag ist ein Höhepunkt des
Gemeindelebens, wo Christus uns alle zusammen ruft,
um in unserer Mitte gegenwärtig zu werden, sich uns
zu schenken, uns im Glauben zu bestärken und in
Seiner Liebe zu vereinen. Ohne Eucharistiefeier wäre
die Kirche keine Kirche – das sollte uns besonders
in diesem Jahr 2005 - von Johannes Paul II zum
Eucharistischen Jahr erklärt - noch bewusster werden
als sonst und uns dazu bewegen, den persönlichen
Bezug zur Eucharistie zu vertiefen, um sie nicht als
lästige Sonntagspflicht zu betrachten, sondern als
das Geschenk eines liebenden Gottes, der sich nach
unserer Liebe sehnt und auf uns wartet... Aus dieser
Sehnsucht Gottes nach Gemeinschaft mit uns leben wir
– vor IHM, mit IHM, aus IHM, auf IHN zu! |
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Angefangen vom
1. Adventsonntag bis zum Christkönig - Sonntag gibt es eine
Vielfalt von Gottesdiensten, die ich persönlich auf keinen
Fall missen will, weil sie mich auf besondere Weise durch
das ganze Kirchenjahr begleiten: Rorate - Messen im Advent,
das Krippenspiel und die Christmette am Heiligabend,
Kreuzweg- und Passions-Andachten in der Fastenzeit,
bewegende und wunderschöne Karwoche- und Osterliturgie sowie
jedes Jahr unvergessliche Erstkommunionfeiern, Maiandachten,
Fronleichnam-Prozession, Erntedankfest-Gottesdienste und
Rosenkranzandachten.
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Es gibt viele
Gruppen, die sich an der Gestaltung der Gottesdienste in
unserer Gemeinde aktiv beteiligen: Messdiener, Lektoren, der
Kirchenchor, die Kinderschola sowie die Flötengruppe und
nicht zuletzt der Kindergarten. Es gibt seit Kurzem einen
Liturgiekreis, der sich nach Bedarf trifft,
um die Mitgestaltung der Gottesdienste in verschiedener Form
vorzubereiten (z.B. Weltgebetstag der Frauen, Vorbereitung
der Andacht am Gründonnerstag, Mitgestaltung der
Fronleichnams-Prozession sowie der Maiandacht).
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Die
Familiengottesdienste, in ihrer jetzigen Form und
Regelmäßigkeit von Pfarrer Wenner eingeführt und mit viel
Freude gefeiert, sind inzwischen ein fester Bestandteil
unseres Pfarrgemeinde-Programms geworden, werden stets sehr
gut besucht und sprechen immer mehr Leute an - vor allem
Familien mit Kindern. Einmal im Monat werden sie vom
Musikkreis unserer Gemeinde musikalisch begleitet.
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Für viel
Aufregung und heiße Diskussionen, am Anfang auch viel
Skepsis in unserem PGR sorgte der Pastorale Prozess,
der unter dem Motto „Um des Menschen Willen
gemeinsam auf der Suche nach Gott“ vor zwei Jahren im
Bistum Fulda initiiert wurde und dank der aktiven Mitwirkung
von Geistlichen wie Laien (auch Delegierte aus unserem PGR
waren auf der Dekanats-Ebene aktiv dabei) große Fortschritte
gemacht hat. Das erklärte Ziel ist die Erneuerung und
Belebung der Kirchengemeinden auf drei Ebenen: der
geistlichen, pastoralen und strukturellen. Es wurden neue
Modelle von Pastoralverbünden erarbeitet, in denen mehrere
Gemeinden künftig miteinander kooperieren und von Priestern
sowie hauptamtlichen Mitarbeitern gemeinsam geleitet und
seelsorgerisch betreut werden. Ausführliche Informationen
zum neuesten Entwicklungsstand und die Vorstellung der 7
Gemeinden des Pastoralverbundes Werra-Meißner Süd-Ost, der
ab dem 1. Advent 2006 wirksam wird, gab es in einem
Sonderheft im Weihnachtsbrief 2004. Die Zusammenarbeit der
Gemeinden verläuft zur Zeit gut und die Resonanz ist
positiv, weshalb wir zuversichtlich in die Zukunft schauen
und den Pastoralen Prozess nach eigenen Kräften unterstützen
können. Von uns allen wird jetzt mehr Offenheit und
Flexibilität verlangt, im Zuge derer wir umdenken, das Alte
und Vertraute loslassen und neue Wege zu wagen, „damit
unser Glaube lebendiger und unser Leben gläubiger wird.“
Es ist gut zu wissen, dass wir auf diesem Weg nicht allein
sind!
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Die
Vorbereitungen der Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum
der St. Elisabeth-Gemeinde im Oktober 2005 laufen in
zwei Arbeitskreisen auf Hochtouren: im Festausschuss und
Festschriftausschuss – lassen Sie sich überraschen!
®
Kinderarbeit
o Eine
enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten ist wichtig!
Besonderheit: Einweihung des neuen Spielplatzes im
Kindergarten im September 2004
o
Vorbereitung
der Kommunionkinder unter Leitung von Fr. Borys und Pfr.
Wenner mit aktiver Hilfe der Mütter
o
Messdiener-Gruppe
o
Flötengruppe und Kinderschola
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Jugendarbeit
o
Als
Messdiener und Lektoren, im Flötenkreis aktiv.
o
Jugendkreuzweg in der Fastenzeit von Jugendlichen
mehrerer Pfarrgemeinden aus Wanfried, Eschwege und
Abterode vorbereitet.
o
Vorbereitung der Jugendlichen zur Firmung, die am 11
Juli 2004 in der Apostelkirche von Weihbischof Kapp
gespendet wurde. |
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o
Vorbereitungen zum Weltjugendtag im August 2005 in
Köln unter dem Motto: „Wir sind gekommen, um ihn
anzubeten“, verbunden mit dem Besuch von
Jugendlichen aus Polen in unseren Eschweger
Gemeinden. Als Startsignal für die
Vorbereitungen wurde das Weltjugendtagskreuz
von den Jugendlichen am 8. Juni 2004 aus Fulda nach
Eschwege gebracht und nach dem feierlichen
Gottesdienst vor der Marktkirche durch die Stadt
getragen.
Das für die Jubiläums-Woche im Oktober 2005 geplante
Elisabeth-Musical. |
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Frauenarbeit (KFD
- Treffen 1x Monat, Frauenfrühstück 1xWoche, Weltgebetstag
der Frauen – in diesem Jahr war Polen das Thema, das von
Frauen aller Eschweger Gemeinden mit der aktiven Teilnahme
vieler polnischer Gemeindemitglieder sehr schön gestaltet
worden ist.
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Besuchsdienst vor
allem von alten und kranken Menschen
Familienkreis
mit dem Ziel junge Familien sowie Alleinerziehende mit
Kindern in unsere Gemeinde zu integrieren, um ihnen
Lebensraum und Halt zu bieten (befindet sich noch in der
Gründungsphase). |
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Planung und Organisation der Gemeindefeste
(Fronleichnam, Fasching, Frühschoppen) – ohne
Engagement vieler fleißigen Helferinnen und Helfern
wären diese Feste, an denen sich alle
Gemeindemitglieder erfreuen und gern mitfeiern,
nicht durchführbar. |
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Besprechung der Pfarrgemeindebriefe,
die zweimal im Jahr - zu Weihnachten und Ostern -
erscheinen (Innovation: in diesem Jahr kommt der
Pfarrbrief erst zu Pfingsten, um dieses wichtige,
aber oft selbst von uns Christen in Vergessenheit
geratene Fest zu bekräftigen).
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Visitation von Weihbischof Johannes Kapp
in der St.
Elisabeth-Gemeinde im Juli 2004 (Treffen mit den PGR
der Gemeinden St. Elisabeth und St. Antonius).
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Das
Jahr 2004 war Jahr des Hl. Bonifatius –
anlässlich der 1250. Jahresfeier des Martyriums des
Hl. Bonifatius (Ökumenischer Vortrag über den Hl.
Bonifatius im St. Elisabeth-Pfarrzentrum,
ökumenischer Gottesdienst auf dem Heuberg,
Dekanats-Wallfahrt mit dem Bus zum Bonifatiusfest
nach Fulda am 6. Juni 204) |
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Ökumene
wird in der St. Elisabeth-Gemeinde groß geschrieben:
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Der
ökumenische Einschulungsgottesdienst der FWS
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Eine
Fußwallfahrt von Eschwege auf den Hülfensberg mit
einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst vor dem
Dreifaltigkeits-Sonntag
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Gemeinsame Vorträge, z.B. zum 1250. Todestag des Hl.
Bonifatius
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NEU!
Ökumenische Gottesdienste am Pfingstmontag – im Jahr
2004 in der Apostelkirche auf dem Heuberg unter dem
Motto: „Bonifatius – gemeinsames Erbe in Christus“
-> in diesem Jahr in der Marktkirche gefeiert.
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Gemäß
der alten Mönchsregel der Benediktiner „Ora et
labora“ – was übersetzt heißt: „Bete und
arbeite“ - nimmt sich unser PGR auch die Zeit,
gemeinsam zu beten, um im Glauben zu wachsen, was
unschätzbar wichtig ist. Das Geistliche Wort von
Pfarrer Wenner am Anfang jeder Sitzung und das
gemeinsame Gebet mit dem Segen zum Abschluss gehören
zu den festen Punkten einer PGR - Sitzung.
In besonderer Erinnerung bleibt mir die gemeinsame
Eucharistiefeier im Kreis des PGR im März 2004, wo
wir die Eucharistie als Kraft- und
Inspirationsquelle für aktive Arbeit in der Gemeinde
erleben konnten. Auch die Anbetungsstunden
nach dem Abendmahl am Gründonnerstag, begleitet von
meditativen Texten und Taizé - Gesängen - von PGR -
Mitgliedern und dem Liturgiekreis gestaltet - waren
für mich eine wunderbare Erfahrung der Gemeinschaft
mit Christus gegenwärtig im Allerheiligsten
und den betenden Menschen.
Es gibt eine ganze
Palette von Bereichen, wo das Leben unserer
Pfarrgemeinde geschieht und wächst – dank vieler
einzelner Menschen, Frauen und Männer, Alt und Jung,
die nicht scheuen, ihre Zeit und Fähigkeiten in
unsere Pfarrgemeinde einzubringen, um der St.
Elisabeth-Gemeinde ihr Herz, Gesicht und ihre Hände
zu verleihen.
Euch allen gebührt
unser Lob und unsere Dankbarkeit! Wir dürfen dabei
aber nicht vergessen, dass eine lebendige Kirche ein
gemeinsames Anliegen aller sein sollte - was
umgesetzt bedeutet, dass sich jeder von uns für die
Pfarrgemeinde verantwortlich fühlen und sich an der
Erfüllung ihrer Aufgaben beteiligen sollte.
Wir alle gemeinsam
machen die Kirche aus - wir sind die Kirche!
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